Naturverbunden heiraten

Die meisten Hochzeiten mussten dieses Jahr leider abgesagt werden. Falls Ihr Eure Hochzeit auf nächstes Jahr verschoben habt oder plant demnächst zu heiraten, dann nutzt die Zeit, um naturbezogene Elemente für Eure Hochzeitsfeier einzuplanen!

Naturverbundene Hochzeitsrituale

  1. Pflanzt gemeinsam einen Baum

Bäume symbolisieren das Leben! Sie verwurzeln sich tief in der Erde, wachsen mit den Jahren langsam und kraftvoll heran und erleben mit den Jahrzehnten viele Veränderungen. Eine gute Metapher also für die Liebe! Bäume sind auch in vielen Mythologien und Religionen von großer Bedeutung: Yggdrasil, die Weltenesche aus der nordischen Mythologie zum Beispiel, der Baum der Erkenntnis aus dem Juden- und Christentum oder die Verehrung der Eiche als König des Waldes durch die Kelten.

Es hat allerdings nicht nur einen starken symbolischen Wert gemeinsam einen Baum zu pflanzen, sondern auch eine ökologische Relevanz. Bäume binden CO2 und versorgen uns mit frischem Sauerstoff. Ist es nicht ein schöner Akt zu Beginn der Ehe gemeinsam etwas kleines für den Klimaschutz zu bewirken?

Ihr könnt das Baumpflanzen so richtig als Hochzeitsritual zelebrieren und Eure Gäste miteinbinden, indem diese Wunschbänder (z.B. aus Krepp) vorbereiten und an den Baum hängen.

2. Ort der Trauung: In der Natur!

Stell Dir vor, es duftet nach Wald und Du spürst die Wiese unter Deinen nackten Füßen, während Du mit Deinem Partner/ Deiner Partnerin für ewig verbunden wirst! Genau so habe ich geheiratet!

Orte sind mehr als nur geographische Standpunkte, sondern können für uns eine bestimmte kulturelle Bedeutung besitzen- ja wir können uns sogar mit ihnen verbunden fühlen. Bei vielen Gesellschaften gibt es beispielsweise bestimmte Waldareale, welche als heilige Orte für Rituale bestimmt sind. Gerade für eine Hochzeit bietet es sich an, einen besonderen Ort in der Natur auszuwählen, welcher entweder für das Paar schon eine besondere persönliche Bedeutung hat oder durch die Heirats-Zeremonie eine neue Bedeutung gewinnt. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, kann eine Hochzeit unter freiem Himmel eine besondere Naturerfahrung werden. Tipp: Du hast einen Ort gefunden, an dem die Trauung durchgeführt werden kann und darf? Dann begrenze eine bestimmte Stelle mit Steinen, Pflanzen oder Stöcken- z.B. in Form eines Tipis- so dass Du einen Zeremonieplatz hast.

3.Blumenkränze flechten

Blumenkränze verzieren nicht nur die Braut, sondern können auch die Gäste schmücken. Daher ist es eine schöne Idee das Kränzeflechten als Attraktion für die Gäste während dem Hochzeitsfest anzubieten. Dafür kann ein Tisch mit den folgenden Utensilien vorbereitet werden: Selbstgepflückte Blumen und Blätter in Vasen, reichlich Bast, Draht, Scheren und eine Tafel mit der Anleitung (hier findet Ihr die Anleitung zum Blumenkranzflechten).

Wusstest Du, dass bestimmte Blumen besondere Bedeutungen haben? Die Schwertlilie bedeutet zum Beispiel wahre Liebe und Treue!

Disteln und Blätter gehen übrigens auch gut bei Männern!

4. Blumenschmuck basteln

Ich persönkich finde es ist ein schönes vorbereitendes Ritual, wenn man zur Einstimmung auf Feste die Tage vorher damit verbringt gewisse Dinge für die Feier eigenständig herzustellen. Die Elemente-seien es Speisen, Eheversprechen oder eben Blumendekorationen- werden immerhin Teil der Feier oder Zeremonier sein.

Vor meiner Hochzeit habe ich also ein paar Freunde und meine Schwester eingeladen, um mit mir im Wald und im Garten Baumrinden, Blumen und Gründpflanzen zu sammeln. Daraus haben wir gemeinsam Sträuße für die Tischdeko gebunden und große Baumrindenstücke arrangiert. Mir war es auch wichtig als Teil des Rituals meinen Hochzeitsstraus selber zu binden und meinen Blumenkranz zu flechten.

Neben der Vielfalt an Wildblumen hatte ich auch eine Auswahl an gelieferten Blumen, die ich bestellt hatte. Ich würde Euch ebenfalls empfehlen zusätzlich auf gekaufte Blumen zurückzugreifen, um nicht alles leer pflücken zu müssen (die Bienen freuen sich) und auch um besser planen zu können.

5. Upcycling

Bei einer Hochzeit kann schnell viel unökologisches und in Plastik verpacktes Material zusammenkommen. Aber das muss nicht sein! Ihr könnt die Umwelt ganz einfach schonen, indem ihr mit einem kreativen Blick Euren Haushalt durchforstet und nach Gegenständen sucht, die ihr verwenden oder gegebenenfalls umgestalten könnt. Da bieten sich zum Beispiel Einmachgläser gut an, um als Vasen oder Windlichter genutzt zu werden. Wir haben aber auch eine alte Palette als Bar umfunktioniert und einen alten Koffer von meinem Opa auf den Geschenketisch gestellt, so dass darin Karten gesammelt werden konnten. Wimpelgirlanden kann man auch gut aus altem unbedruckten Karton, Verpackungen oder Geschenkpapier basteln. Es macht übrigens auch viel aus sich benötigtes Material aus dem Freundeskreis oder bei der Familie auszuleihen. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern schont auch Euren Geldbeutel!

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