Bäume für Albanien

Gerade haben wir auf einer idyllischen Öko-sozialen Farm im Norden Albaniens gecampt. Wir wurden neugierig, was sich hinter der Idee verbirgt und haben viel Inspiration gefunden

Wir haben endlich Albanien erreicht und wurden erst einmal von vielen neuen Eindrücken überwältigt: Verkehrschaos, ein heftig verwahrloster Hund, der nicht von der Straße weichen wollte, slumartige ärmliche Viertel und Müll überall. Dazu brannte die Mittagssonne auf uns herab. Wir durchquerten die Stadt Shkodra auf der Suche nach einem Supermarkt und stellten dabei fest, dass wir uns erstmal für ein paar Tage akklimatisieren müssen.

Also haben wir uns auf einer kleinen Farm außerhalb des Stadttrubels zurückgezogen. Wir durften auf einem Paintball-Feld campen, welches auch als Schafs- und Eselsweide dient. Hier und da lief auch eine Schildkröte herum. Ansonsten gab es auf der Farm noch ein paar Gänse, Hunde, Katzen und abends funkelten überall Glühwürmchen.

Schäfchen zählen

Martin, der auf der Farm als Freiwilliger arbeitet, erklärte uns, dass die Organisation einen inklusiven Ansatz verfolgt -dabei geht es vorallem um die Wiedereingliederung von Menschen, welche auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Momentan arbeiten sie an einem Aufforstungsprojekt und wollen viele Tausende Bäume pflanzen, die hier auf der Farm kultiviert werden . Nebenbei wird auf der Farm außerdem in einem kleinen Garten Gemüse angebaut und es werden Gäste beherbergt. Auf diese Weise wird die Farm zu einem Ort des interkulturellen Austauschs.

Verschiedene heimische Baumarten werden liebevoll auf der Farm gehegt und gepflegt

Wir trafen hier auf einige interessante Reisende, welche mit dem Rad unterwegs waren und somit keinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Ich bewundere, welche Strecken sie bereits zurückgelegt haben und finde es schön zu sehen, dass es alternative grüne Möglichkeiten gibt weit zu reisen und dass diese auch genutzt werden. Leider käme so eine Fahrradtour für uns als Familie mit zwei kleinen Kindern momentan nicht in Frage… aber vielleicht wäre das etwas für die Zukunft.

Ich persönlich bin immer richtig begeistert, wenn ich auf Reisen neuen Input bekomme, welchen ich später für mich zuhause nutzen kann. Man könnte es als eine Art immaterielles Souvenir bezeichnen: Auf der Farm habe ich richtig schön angelegte Baumgilden gesehen, welche ich auf diese Art nächstes Jahr auch um die Bäume in meinem Garten zuhause pflanzen möchte. Baumgilden bestehen aus Kräutern und Pflanzen, welche sich positiv auf die entsprechende Baumart auswirken und ihn nicht in seinem Wachstum hemmen.

Am dritten Tag in Albanien fühlten wir uns wieder geerdet und konnten wieder Aufbrechen. Welche faszinierenden Seiten wir noch an Albanien entdeckt haben, könnt Ihr im nächsten Artikel lesen!

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