Werden wir das Reisetief überwinden?

Auf Reise zu sein bedeutet Höhen und Tiefen zu erleben. Bei uns ist momentan aber einfach nur der Wurm drin, so dass wir unsere Reisepläne ändern müssen. Werden wir jetzt alles hinschmeißen und unser kleines Familienabenteuer abbrechen?

Es war der Tag, an dem ich nachdenklich an einem absoluten Traumstrand in Ksamil lag. Über mir spendete ein karibisch anmutender Strohsonnenschirm angenehmen Schatten, während vor mir die Kinder fleißig im Sand buddelten und Yanko auf dem Weg in den Van war, um Kirschen zu holen. Klingt eigentlich alles ziemlich perfekt, oder?

Ich zerbrach mir allerdings gerade den Kopf über die extrem ansteigenden Temperaturen, die uns und vorallem dem Baby zu schaffen machten, als mein Handy klingelte.

Als Yanko mit den köstlichen dunkelroten Kirchen zurückkam, fand er mich in Tränen aufgelöst auf der Strandliege wieder: Ich hatte gerade erfahren, dass unsere Katze, welche wir schwerenherzens (wenn auch in guten Händen) zuhause zurückgelassen hatten, von zwei Füchsen attackiert und beinahe verschleppt worden war. Mit heftigen Bissverletzungen lag sie jetzt in der Tierklinik, während wir ca. 2000 km von ihr entfernt waren.

In diesem Moment hätte ich am liebsten alles hingeschmissen, um nachhause zu unserem fünften Familienmitglied zu fahren. Dann erinnerte ich mich wieder daran, dass wir mit zwei kleinen Kindern unterwegs sind und die Rückfahrt mit ihnen Tage dauern würde. Es zerreißt mir das Herz!

Unsere Reisepläne stehen unabhängig von unserer verletzten Katze sowieso auf der Kippe. Reisen bei 36 Grad und mehr macht mit kleinen Kindern und Camper keinen Spaß. Da kann selbst der schönste Strand nichts dran ändern. Wir haben uns also dazu entschieden die Pläne weiter Richtung Süden zu reisen auf Eis zu legen. Griechenland und Türkei hätten wir wirklich sehr gerne gesehen- aber nicht auf Kosten der Kinder.

Also sind wir jetzt erstmal Richtung Landesinnere gefahren (ja, wir sind immer noch in Albanien), haben ein klimatisiertes Zimmer auf einer Farm bezogen und überlegen jetzt wie es weiter gehen soll.

Mal abgesehen von unserer momentanen Lage hatten wir übrigens eine tolle Zeit in Albanien. Darüber erfahrt Ihr demnächst natürlich mehr!

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